Der Webvideo Markt wird in verschiedenen Medien als der wachstumsstärkste Markt im Internet beschrieben. Die Umsätze steigen, der Bedarf wird größer, die Nachfrage lauter, aber auch die Anbieter und Angebote entwickeln und verändern sich. Doch nicht alles ist gut und richtig. Bei welchen Anbietern habe ich einen Mehrwert, wo wird nur meine Unwissenheit ausgenutzt? Was bringt mir ein Imagefilm? Welche Kosten und welchen Nutzen habe ich von welcher Werbeform? Und wie kann ich überhaupt mit Video werben?
Mit diesem Blog sollen Antworten auf die meisten Fragen gegeben werden, die das Thema Webvideo bzw. Video Online Marketing betreffen.
Veröffentlicht: 28. September 2009Kategorie: Allgemein



Also schön, dann fang ich mal an… Vorab. Herr Donath.Gratuliere zum Blog. Gute Idee. Mal schaun was paasiert. Ich denke die zentralen Fragen bezgl. WebVideos sind: Welches Preis.-Leistungsverhältnis wird sich zum mittelfristigen Standart entwickeln? Anbieter auf High-End Niveau gibt es genügend, aber wird der klassische Mittelstand, der lokale Einzel.- und Dienstleistungshandel animiert? Denn dort sitzt der Umsatz. Der Preis für ein qualitativ gutes und angemessenes WebVideo darf nicht zwingend vierstellig werden…
@milko
Ich stimme Ihnen zu, dass es keinen fixen Preis für dieses Thema allgemein gibt. Gerade aus diesem Grund muss man aber aufpassen, alle Unternehmen über einen Kamm zu scheren. Am Ende zählt die Frage, welchen Nutzen ein Unternehmen von einem Video erwartet bzw. hat. Der lokale Einzel- und Dienstleistungshandel sollte sich in der Tat nach günstigen, aber dennoch professionellen Lösungen umsehen, wohingegen ich jedem mittelständischen Unternehmen davon abraten würde, eine Leistung im 3 stelligen Bereich anzunehmen. Warum?
Sie benötigen nicht nur eine Kamera und jemanden, der sie bedienen kann. An erster Stelle steht das Konzept, die Frage nach Marketing, Inhalt und Dramaturgie. Diese Punkte müssen erarbeitet werden und können in der Regel nicht vom Unternehmen selber erbracht werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die visuelle Qualität. YouTube und Virals lassen vermuten, dass im Internet alles geht -> Falsch. Virals funktionieren nicht in der B2B Kommunikation, sondern laufen im Consumer Bereich. Jedes Unternehmen, das sich ein aufwendiges CI hat entwickeln lassen wird sich zweimal überlegen, ob man diese Grundsätze nun für ein Video über Bord wirft.
Warum denken Sie, wird klassische Werbung im TV, für Print und auch im Web von vielen Unternehmen nach wie vor teuer bezahlt? Warum gibt es im TV keine Amateurvideos für Ariel, Rewe etc? Warum werden dort teilweise Millionen für 30 Sekunden gezahlt? -> Weil die Wirkung 100% stimmen muss. Der Zuschauer nimmt Videos emotional war. Während ich Information vermittle wird unterbewusst eine Botschaft übermittelt, die über Sympathie, Qualität, Kompetenz und Vertrauen entscheidet.
Lassen Sie uns zwei Beispiele gegenüber stellen:
Beispiel 1
Beispiel 2
Zwar ist es nicht die selbe Branche, aber in beiden Fällen werden Informationen übermittelt und ein Image aufgebaut. Langfristig werden Sie Vergleiche dieser Art haben. Wen rufen Sie nun eher an?
Mein Fazit: Webvideo sollte, im Gegensatz zur klassischen Bewegtbildwerbung, auf messbare Effekte ausgerichtet sein. Die Kosten müssen daher im Verhältnis zum Nutzen stehen. Günstige Webvideos dürfen gleichzeitig aber nicht mit unprofessioneller Umsetzung gleich gesetzt werden.
Hallo Herr Donath,
nicht jeder Unternehmer, und damit potentieller Kunde, besitzt Kamerapräsenz. Wie sind Ihre Erfahrungen, Einschätzungen mit dieser Problematik (insbesondere im WebOpener)umzugehen? Das Risiko, aufgrund dieses Defizites, contraproduktive Ergebnisse zu erzielen, geht sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer ein.Wo liegen die Lösungen?
Wir hatten in der Vergangenheit bereits Kunden, die absolut Kamerascheu waren, sich aber gezwungen haben, einen Webopener zu drehen, da sie es für eine gute Idee hielten. Ich gebe zu, dass wir mehr Takes drehen mussten und es viel Kreativität des Regisseurs gebraucht hat, am Ende war der Kunde aber zufrieden und nicht nur das, wir haben bisher in verschiedenen Tests ausgesprochen positive Reaktionen auf diese Person erhalten. Warum? Es wirkt sympathisch, authentisch. Sie kennen die Beispiele mit Moderatoren oder Presentern. Diese funktionieren nicht, weil sie eingekauft sind. Eine echte Person, die kein Profi vor der Kamera ist, wirkt näher am Kunden.
Wir geben den Kunden, die gar nicht vor eine Kamera wollen, meist den Rat, es auch sein zu lassen. Es gibt dann entweder andere Personen im Unternehmen oder man hat andere Möglichkeiten.
Die Unternehmer, mit denen wir aber meist zu tun haben, sprechen vor Vorständen, Gruppen und Kunden, so dass sie das Unbehagen gewohnt sind und man sie nur noch ein wenig führen muss, damit sie mit der Kamera umgehen können. Ein Problem stellt das aber dann nicht dar.
Hallo Herr Donath,
wie schätzen Sie die derzeitige und zukünftige User-Performance ein? Schliesslich ist die Downloadleistung der User-Rechner ganz entscheidend für die Akzeptanz, da ruckelnde oder nicht abspielbare Webvideos der Tod eines jeden Webvideoangebotes ist.
Auch bei dieser Frage muss man im Grunde wieder unterscheiden, an wen man sich richtet. B2B wird mit Anbindung und Computerleistung weniger ein Problem haben. Dort könnte es eher die Freigabe auf Softwareseite sein, wobei sich dort auch einiges tut. Im B2C Bereich kann es eher mal zu Schwierigkeiten kommen, aber auch hier entwickelt sich das “Internet” so stark, dass ich keine Probleme sehe.
Eigentlich wird Ihre Frage aber am besten durch den Markt selber beantwortet. YouTube streamt 10.000.000.000 Videos im Monat. Online Video Umsätze sind im aktuellen Jahr, trotz Krise, gestiegen. Es kommen immer mehr Video Portale, alle Welt schreit nach Video. Abgesehen von den Werbe- und Kommunikationsmöglichkeiten für Unternehmen verlagert sich ja auch die Unterhaltungsbranche (WebTV, VoD) immer mehr ins Netz.
Bandbreiten, PC-Performance, Software, User-Akzeptanz? Eigentlich kein Thema mehr. Die Frage ist eher: Wie schnell geht es voran und wo sind wir in 1 Jahr?
Hallo Herr Donath,
ich finde Ihren Webopener einfach Klasse.
Umso unverständlicher ist mir, dass auf den Videoportalen offensichtlich nach wie vor nicht begriffen wird, dass in Puncto WebVideo “weniger fast immer mehr” bedeutet. Sicherlich wird noch einige Zeit vergehen, dass begriffen wird, dass das Bewegtbild nicht zwangsläufig endlose Ansagen oder Endlosbilder bedeuten.WebVideo wird halt noch mit Film gleichgesetzt.
Sie sind auf dem richtigen Weg!
Herzlichste Grüsse
Milko Murat
Vielen Dank für Lob. Glücklicherweise sind wir mit unserer Ansicht und Meinung nicht alleine. Mittlerweile gibt es die ersten Versuche, Webopener zu kopieren. Nicht überraschend ist, dass dabei meist keine besonders nennenswerte visuelle Qualität entsteht und auch grundlegende Punkte, wie Positionierung des Gesprächspartners vor der Kamera, falsch gemacht werden, so dass teilweise ein negativer Effekt entsteht.
Besonders freut mich aber, dass in der letzten Zeit zunehmend Agenturen auf uns zugekommen sind, die angefangen haben, eigene Ideen auf Basis von Webopener zu entwickeln, die wir nun gemeinsam durchsprechen und planen.
Was würde mich ein Webopener im Stil von Europadruck oder Vatterstetten bei Ihnen kosten?