Webvideo kommt bei den Unternehmern an. Laut einer Befragung von 70 Entscheidern durch die Kommunikationsagentur Dr. Haffa & Partner Public Relations GmbH halten 43% bereits das Medium Video für ein wirksames Marketingtool. Wichtig ist dabei aber, wie ein Teilnehmer der Studie anmerkte:
“Unternehmensvideos müssen die Zielgruppe ansprechen. Dazu gehören der richtige Tonfall – bitte keine Marketingtexte runterlesen – und vor allem guter Content. Hinzu kommt der professionelle Auftritt.”
Trotz dieser hohen Akzeptanzrate sind Videos auf Unternehmensseiten noch sehr spärlich verbreitet. Es scheint also bereits die Bereitschaft zu geben, die Umsetzung lässt aber noch auf sich warten.
Woran liegt das? Fehlen passende Konzepte? Werden Videos noch immer als zu teuer eingestuft? Sind die geeigneten Partner nicht bekannt? Oder wurde in dieser Befragung nach sozialer Erwünschtheit geantwortet, da Video in aller Munde ist und man sich nicht als Verweigerer outen möchte.



Was mir bei Online Videos von Unternehmen auffällt, ist, dass die Qualität oft nicht die ist, die sie sein sollte. Ich gehe davon aus, dass viele Unternehmen einfach keine Ahnung haben, was für ein Aufwand es ist, ein professionelles Video zu produzieren und deshalb auch nicht wissen können, dass man dafür Geld in die Hand nehmen muss. Folglich gehen sie zu Billiganbietern und erhalten dann schlechtere Produkte. Es ist schade, dass man sich in der Realität oft gegen solche Amateur-Konkurrenz durchsetzen muss.
Ich verstehe nicht, was daran besonders sein soll, einfach nur den Kopf vor die Kamera zu halten. Wo bleiben da die Emotionen? Finde ich als Unternehmer eher langweilig…
Natürlich ist jedes Video emotional. In Ihrem Fall ist es eine negative Emotion, wobei das auch immer vom Unternehmen, Person, Leistung und Ihren eigentlichen Interesse abhängt. Wir haben Kunden Videos präsentiert, die überhaupt nichts mit ihrer Branche zu tun hatten, diese wurden als unspannend bewertet. Den gleichen Kunden zeigten wir auch Videos zu passendere Themen, woraufhin die Akzeptanz plötzlich viel größer war.
“Nur einen Kopf vor die Kamera halten” ist relativ simpel, richtig. Warum aber machen es dann so wenig? Egal was sie sagen, es bringt mehr als Fotos aus Archiven, die Menschen zeigen, deren Namen sie nicht einmal kennen.
Amateurhafte Videos von angeblich professionellen Videofirmen findet man im Netz gleich im Dutzend. Ein gutes Beispiel kann man unter den Referenzen der Fa. VM Video aus München sehen. Hier wird es so gezeigt wie es nicht sein soll. Schlechtes bzw. gar keine Lichtsetzung, keine Schauspielerführung, unpassende Musik und billiger Bildaufbau.
Da könnte man auch dem kleinen Sohn des Kunden ein Videohandy geben, der würde das sicher noch besser machen.